500 Jahre Täuferbewegung, Wort gewagt, mit Mut zur Liebe!

Traumata von Opfern und Tätern im Kontext von (Bürger-)Krieg und struktureller Gewalt – Sind Versöhnung und Frieden möglich?

von Un Bekannt

Traumata von Opfern und Tätern im Kontext.
Ringvorlesung: Traumata von Opfern und Tätern im Kontext von (Bürger-)Krieg und struktureller Gewalt – Sind Versöhnung und Frieden möglich?

Ringvorlesung der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen (ATF),
an der Universität Hamburg.

Donnerstag, 9. Juli 2026
Online per Zoom ab 19 Uhr

Es ist die letzte Veranstaltung der diesjährigen Ringvorlesung unter der Überschrift „KRIEGSTÜCHTIG“ ODER „FRIEDENSFÄHIG“. Eine Orientierungssuche. Im Mittelpunkt bei dieser letzten Ringvorlesung steht die Frage, wie Traumata von Opfern und Tätern im Kontext von Bürgerkrieg, Krieg und struktureller Gewalt zu verstehen sind und ob unter solchen Bedingungen Versöhnung und Frieden möglich sind.

Krieg und Gewalt hinterlassen nicht nur sichtbare Zerstörungen, sondern greifen auch tief in Biografien, soziale Beziehungen und gesellschaftliche Ordnungen ein. Sie prägen Erinnerungen, erzeugen Schuld- und Schamgefühle, führen zu Misstrauen und können über Generationen hinweg nachwirken. Dabei geraten nicht nur die Erfahrungen der Opfer, sondern auch die oftmals ambivalenten psychischen Folgen aufseiten der Täterinnen und Täter in den Blick, ohne dass dabei Verantwortung, Schuld oder Leid gleichgesetzt werden.

Dr. Claudia Patricia Bueno Castellanos und Prof. em. Christoph Perleth von der Universität Rostock eröffnen psychologische, pädagogische und gesellschaftliche Perspektiven auf Gewaltfolgen, Schuld, Erinnerung und Heilung. Sie fragen danach, wie Menschen und Gemeinschaften mit traumatischen Erfahrungen umgehen, welche Rolle Anerkennung, Aufarbeitung und Gerechtigkeit für Friedensprozesse spielen und wo die Grenzen eines vorschnellen Versöhnungsbegriffs liegen.

Dabei wird auch diskutiert, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit aus zerstörten Beziehungen und fortbestehenden Ungleichheiten neue Formen des Zusammenlebens entstehen können. Denn Frieden bedeutet mehr als das Ende unmittelbarer Gewalt: Er setzt die Bearbeitung verletzter Beziehungen, die Auseinandersetzung mit strukturellen Ursachen von Gewalt und die Entwicklung tragfähiger Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft voraus.

 

Die Zoom-Zugangsdaten für die Onlineteilnahme werden kurz vor Beginn hier eingeblendet.

Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung 2026 unter dem Titel „‚Kriegstüchtig‘ oder ‚friedensfähig‘? – Eine Orientierungssuche“. Die einzelnen Abende greifen Fragen der Friedensethik, der Wehrdienstdebatte, der Kriegsdienstverweigerung, des Journalismus in Konfliktzonen sowie der Wechselwirkungen von Klimawandel und Krieg auf. Die Reihe versammelt Stimmen aus Wissenschaft, Kirche, Journalismus und Friedensarbeit. Sie lädt dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zurück zur Newsübersicht