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Friedenszeugnisse mit Nachhall – Ausschreibung für den Michael-Sattler-Friedenspreis 2027

von Un Bekannt

Michael-Sattler-Friedenspreis 2027 Ausschreibung
Michael-Sattler-Friedenspreis 2027 Ausschreibung

Vorschläge für den Michael-Sattler-Friedenspreis 2027 werden erbeten. Das ökumenisch besetzte Preiskomitee dieser Auszeichnung, die vom Deutschen Mennonitischen Friedenskomitee vergeben wird, lädt ein, geeignete Personen und Organisationen zu benennen.

Der 21. Mai 2027 erinnert an ein geschichtliches Datum von besonderer Bedeutung: Vor 500 Jahren wurden Michael Sattler und seine Frau Margarethe hingerichtet. Ihr Tod im Jahr 1527 stand im Zusammenhang mit ihrer Zugehörigkeit zur radikalen Reformation der Täufer:innen. Trotz massiven Drucks verweigerten sie den Widerruf ihrer Überzeugungen. Aus diesem Anlaß wird der Michael-Sattler-Friedenspreis am 21. Mai verliehen. Ihr Zeugnis wirkt bis heute nach – als Ausdruck gelebter Gewissensfreiheit und gewaltfreier Glaubenspraxis.

Der Michael-Sattler-Friedenspreis würdigt Menschen und Initiativen, die sich in besonderer Weise für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, Gruppen oder Organisationen, deren Engagement von Mut, Ausdauer und praktischer Wirksamkeit geprägt ist. Zugleich bietet der Preis eine öffentliche Plattform für Akteur:innen, die oftmals im Hintergrund wirken und doch nachhaltige Veränderungen anstoßen.

Vorschläge für den Michael-Sattler-Friedenspreis 2027 können bis zum 30. April 2026 eingereicht werden.

Der Preis wird an Personen, Gruppen, Kirchen und Gemeinschaften verliehen, die sich in Leben, Forschung oder praktischen Initiativen vorbildlich engagieren, insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Gewaltfreies Christuszeugnis,
  • Versöhnung zwischen verfeindeten Personen, Gruppen oder Völkern,
  • Herausfordernden Dialog zwischen Religionen und Weltanschauungen,
  • Verbindliche Gemeinschaft der Nachfolger und Nachfolgerinnen Jesu.

Eine Zugehörigkeit zu einer christlichen Denomination ist keine Voraussetzung.

Weitere Informationen zu Kriterien und Teilnahmebedingungen sind online abrufbar unter: https://www.michael-sattler-friedenspreis.de/

Vorschläge an:


Zu den bisherigen Preisträger:innen zählt im Jahr 2025 die israelisch-palästinensische Organisation Comet-ME, die Solaranlagen im Westjordanland installiert und damit abgelegenen Dörfern eine eigenständige Stromversorgung ermöglicht. Im Jahr 2021 wurde die kongolesische Bewegung LUCHA für ihren gewaltfreien Einsatz für soziale Gerechtigkeit in der Demokratischen Republik Kongo ausgezeichnet. Im Jahr 2016 wurde die Ekklesiyar Yan’uwa a Nigeria für ihre „Christian and Muslim Peace Initiative“ und ihren Einsatz gegen islamistische Gewalt sowie für interreligiöse Friedensarbeit ausgezeichnet.
Im Jahr 2013 erhielt Judy Da Silva die Auszeichnung für ihr Engagement zur Bewahrung der Kultur der First Nations in Kanada, für ihren gewaltfreien Widerstand gegen die Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen durch Großkonzerne sowie für ihre generationenübergreifende Basisarbeit innerhalb der First Nation Grassy Narrows in Ontario. Im Jahr 2010 wurde Howard Zehr gewürdigt. Seine praktische und theoretische Arbeit im Bereich der restaurativen Gerechtigkeit hat maßgeblich dazu beigetragen, Prozesse der Heilung zu fördern und Impulse für Reformen im Justizwesen zu geben.
Im Jahr 2007 ging der Preis an die palästinensische Initiative „Zelt der Völker – Menschen bauen Brücken“. Gewürdigt wurde der kreative und gewaltfreie Einsatz der christlich-palästinensischen Familie Nassar gegen illegale Landnahme. Stellvertretend nahm Daoud Nassar die Auszeichnung entgegen. Im Jahr 2006 wurden die „Christian Peacemaker Teams“ (CPT) ausgezeichnet. Durch ihre unbewaffnete Präsenz in Konfliktgebieten unterstützen sie lokale Menschenrechts- und Friedensinitiativen. Kleine Teams leben zeitweise vor Ort und solidarisieren sich mit der betroffenen Bevölkerung.

Tags: Mennoniten, Täuferbewegung, Friedenspreis

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